Aufgaben

Der ursprünglichen Namen „Feuerwehr“ passt eigentlich nicht mehr exakt zu unseren Aufgaben. In den vergangenen Jahrzehnten sind viele neue Aufgaben hinzugekommen.

Brand Hundwil 251210 015Die klassische Aufgabe der Feuerwehr ist die Bekämpfung der Folgen von Bränden und Explosionen. Dabei gilt es insbesondere die Eskalation zu stoppen und die Schäden zu minimieren.

BMA-Tableau

BMA-Tableau

Nebst den effektiven Brandfälle beschäftigen die Feuerwehr zahlreiche Alarme von automatischen Brandmeldeanlagen. Nebst einigen effektiven Bränden, sind mutwillig eingedrückte Handtaster, Fahrzeugabgase, Wasserdampf und Staub durch Bauarbeiten zu verzeichnen, welche als Täuschungsalarme zu bezeichnen sind. Eher selten sind dank moderner Technik die technisch bedingten Fehlalarme geworden.

Tauchpumpe

Tauchpumpe

Nach Rohrbrüchen oder starken Regenfällen hilft die Feuerwehr mit Tauchpumpen und Saugern  die Gebäude von den Wassermassen zu befreien.

Öl im Bach

Öl im Bach

Bei Ereignissen mit Chemikalien und Mineralölen und gefährlichen Stoffen, schützen wir Menschen und Natur vor Folgeschäden. Das beseitigen einer Ölspur auf der Strasse dient dabei auch der Verkehrssicherheit. 

Sturmschaden

Sturmschaden

Wir befreien Verkehrswege von entwurzelte oder geknickte Bäume und decken abgedeckte Hausdächer wieder provisorisch.  

VU13042012Schwellbrunn 014Bei schweren Verkehrsunfällen werden wir zur Befreiung der Fahrzeuginsassen aus dem Fahrzeugwrack gerufen. Mit hydraulischen Werkzeugen zerlegen wir dabei das Fahrzeug rund um den Patienten.  
Unterstützung Rettungsdienst

Unterstützung Rettungsdienst

Den Rettungsdienst unterstützen wir bei Personenrettungen aus unwegsamen Gelände oder für eine Patienten schonenden Transport aus den oberen Stockwerken eines Gebäudes mit Hilfe der Autodrehleiter.  

Tierrettung 05Die Arten von Tierrettungen sind sehr vielfältig. Die Katze die tagelang auf dem Baum miaut, der Hund der in eine Röhre gekrochen ist und nicht mehr zurück kann, das in die Jauchegrube gefallene Schwein oder eine Kuh die rücklings in den Brunnentrog gefallene ist, umfasst nur eine Auswahl möglicher Tierrettungen. 
Bienenvolk eingangen

Bienenvolk eingangen

Mit dem Frühling werden auch die Insekten wieder aktiv. Die Wespenkönigin, welche allein überwinterte, beginnt ein neues Nest und neues Volk aufzubauen. Meist erst im Sommer und Herbst, wenn die Völker erstarkt sind, werden sie von uns wahrgenommen und häufig auch als lästig empfunden. Wenn sich jemand von Wespen, Hornissen oder Bienen gar bedroht fühlt, wird die Feuerwehr gerufen, um die Nester als kostenpflichtige Dienstleistung entfernen bzw. vernichten zu lassen.
Was wir ganz einfach als „Wespenplage“ empfinden, ist in Wirklichkeit viel differenzierter, weit weniger gefährlich als wir meinen und zudem hoch interessant. Wussten Sie beispielsweise, dass es bei uns nicht nur „eine Wespe“ sondern zwölf verschiedene Wespenarten gibt, deren Verhalten sich beträchtlich voneinander unterscheiden? In der Regel sind zwei Arten (Deutsche Wespe und Gemeine Wespe) lästig wenn sie uns den Zwetschgenfladen oder das Grillfleich streitig machen. Die anderen zehn Wespenarten erscheinen kaum an unserem Esstisch.
Dass Wespensprays Gifte enthalten, die auch unsere Gesundheit ernsthaft beeinträchtigen können, weil sie nahe mit dem Kampfgas Sarin verwandt sind und noch Wochen bis Monate nach dem Sprayen auf uns einwirken, wissen wir kaum. Vor einer Vernichtung ist immer abzuklären, ob nicht ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Insekt möglich ist. Nach Möglichkeit wird das Wespennest umgesiedelt statt vernichtet.

Insektenwehreinsätze 1999 - 2015

Insektenwehreinsätze 1999 - 2015

15-LZ3-Übung (4)Um allen Einsätzen gerecht zu werden ist eine fundierte Ausbildung notwendig. Aber auch die vielfältige Berufserfahrung der einzelnen Feuerwehrleute wird genutzt. Das Feuerwehrhandwerk muss aber ständig geübt und vertieft werden. Neue Methoden und Gerätschaften kommen in die Feuerwehr und Bekanntes muss aufgefrischt oder automatisiert werden.
Wir betreiben Ausbildung, damit die Handgriffe im Ernstfall sitzen.

Die Instruktoren:

Die Instruktoren sind unsere „Fachausbildner“

Unsere Instruktoren leisten einen erheblichen Beitrag zur Ausbildung aller Feuerwehrleute und des Kaders. Sie bringen ihr Wissen und ihre Erfahrung in der Grundausbildung und in den verschiedenen Spezialgebieten zum tragen. So zum Beispiel im Rettungs-, Leiter-, und Löschdienst, aber auch im Bereich der Atemschutzes, der Fahrzeuge und Pumpen sowie der Einsatzführung.

Die Ausbildung zum schweizerischen Feuerwehrinstruktor ist national organisiert. Sie kommen insbesondere an den Kantonalen sowie Regionalen Kursen in den Kantonen St.Gallen, Thurgau und beiden Appenzell als Lehrpersonen zum Einsatz. Den Zeitaufwand leisten die Instruktoren in der Regel aus ihren persönlichen Ferien. „Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit“ kommt hier mehr denn je zum tragen.

Das Rezept zum Instruktor:

1 Informationsabend
1 Tag theoretisches Auswahlverfahren
3 Tage praktisches Auswahlverfahren
5 Tage Instruktoren-Basiskurs
5 Tage Kurs Taktik/Einsatzführung