16.04.2007

Anhänger Benzinlastzug gekippt

Stützpunkteinsatz
Alarmeingang: 12:50 Uhr
Meldung: Alarm Chemiewehr Herisau, umgekippter Lastwagen mit Benzin, "Murbachrank" zwischen Urnäsch und Waldstatt
Aufgeboten: Chemiewehrgruppe, Nachalarm Gruppe 22, 34 AdF sowie Feuerwehr Urnäsch 10 AdF, Feuerwehr Waldstatt 20 AdF
Ausgerückt mit: TLF der Betriebsfeuerwehr Huber + Suhner AG (TLF Herisau in Reparatur), ULF, PiF mit Bachsperranhänger, KoWa, Chemiewehrbus, AS-Bus, Nissan und T4; FW Urnäsch mit TLF + Kleinfahrzeuge; FW Waldstatt mit TLF, Traktor, Motorspritze, AS-Bus und Kleinfahrzeuge
Lage beim Eintreffen: angekoppelter Anhänger liegt gekippt am Strassenrand/Böschung, ist mit 14'000 Liter Benzin geladen, verliert wenig Benzin über Domschacht/Sicherheitsventil, Chauffeur hat Kübel unterstellt, Feuerwehr Urnäsch vor Ort

Massnahmen:

- Übernahme der Einsatzleitung von der Feuerwehr Urnäsch
- Strasse sperren und Umleiten
- Auffangwanne unterstellen
- Zugfahrzeug abkoppeln und entfernen
- Zone 1 und Chemiewehrzone absperren
- Bahnbetrieb einstellen lassen
- Feuerwehr Waldstatt aufbieten
- Einlaufschächte abdecken
- 3-facher Brandschutz erstellen
- Auffangwanne mit Schaum abdecken
- 3 voneinander unabhängige Wasserzubringerleitungen erstellen (Hydrantennetz Urnäsch, Waldstatt und mit Motorspritze ab Bach)
- Oel-/Schaumsperre im Bach erstellen
- Tankfüllstand mit Wärmebildkamera kontrollieren
- mit Wasserwerfer Tank kühlen (zum Gasdruckabbau im Tank)
- Tankanhänger aufschneiden mit Hydraulischen Rettungsgeräten
- umpumpen des Benzins durch Ersatztanklastzug, Aufstellen des Anhängers mit Kranwagen
- Fahrtüchtikeit Anhänger erstellen
- Übergabe Schadenplatz an Polizei

Einsatzdauer: 8 h
Bemerkung: Das Aufstellen des vollgefüllten Tankanhängers konnte wegen dem Risiko des Auseinanderbrechens nicht riskiert werden. Ohne Luftzufuhr in den Tank war kein Umpumpen über das geschlossene System möglich. So musste der Tank aufgeschnitten werden. Alles Benzin wurde aufgefangen. Es bestand während längerer Zeit Explosiongefahr, die Umwelt ist nicht zu Schaden gekommen.

Bericht auf Appenzell24.ch [424 KB]